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Digitalisierung des Asset Managements: den Anlegern macht in die Hand geben

14/01/2019

Die Asset Manager weltweit haben neue Maßstäbe gesetzt, indem sie neue Geschäftsmodelle eingeführt haben, die potenziell das Ökosystem der Abwicklung revolutionieren können. In diesem Artikel teilen Asset Manager und Plattformanbieter ihre Ansichten über die jüngsten Trends, potenzielle Auswirkungen auf das Ökosystem und warum man aus seiner gewohnten Umgebung ausbrechen muss, um in einem immer härter umkämpften Markt überleben zu können.

Die Auswirkungen der Technologie auf das Asset Management

Die Technologie hat die Tätigkeiten der Asset-Management-Industrie grundlegend verändert. In den vergangenen 30 Jahren ging die Verarbeitung von handgeschriebenen Registern zu Echtzeit-Tätigkeiten und Daten über. Wenn man sich jedoch alle Entwicklungen gemeinsam ansieht, anstatt sich auf neue Technologien einzeln zu konzentrieren, dann sieht man die starken Auswirkungen dieser Technologien auf die Geschäftsmodelle der Asset Manager und wie Kunden ihre Dienstleistungen kaufen. Die entwickelten Technologien wie Distributed Ledger werden Prozesse für Fondsanbieter und Transferstellen rationalisieren und somit die Erfahrung für den Endverbraucher günstiger und einfacher gestalten.

Daten: Bahnbrechend

Für Abwickler werden Daten in Zukunft immer wichtiger werden. In der Vergangenheit wurden Dienstleistungen der Abwicklungsphase im Rahmen der Verwahrung erbracht. Dies wird sich jedoch ändern und Daten sind für Kunden zu einem Schlüsselfaktor geworden, da sie genaue Daten möchten, die zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein sollen. Hier haben die Abwickler einiges an Arbeit vor sich, da sie die Struktur erstellen und die Daten verwalten und liefern müssen. Hierzu erstellen sie Datenseen, mit denen Daten abgerufen werden können, ohne sie für jede Art der Abfrage neu zu formatieren. Datenseen werden dieselbe dramatische Veränderung einleiten wie damals, als die Asset Manager von handgeschriebenen Registern zu PCs übergingen.

Offene Architektur und weitere Trends

Die offene Architektur ist ein weiterer Trend, den Asset-Servicing-Anbieter im Auge behalten. Die Kunden werden die besten Lösungen von zahlreichen Anbietern auswählen können, anstatt sich nur auf einen einzelnen Anbieter konzentrieren zu können. Dies ist ein vorsichtigerer Ansatz, der es den Kunden ermöglicht, ihre Risiken zu streuen, anstatt nur auf einen einzigen Dienstleister angewiesen zu sein. In einem immer härter umkämpften Abwicklungsumfeld dürften Dienstleister, die eine offene Architektur in Angriff nehmen und somit Lösungen bieten, die Daten zusammenfassen und ihren Kunden eine ganzheitliche Sicht geben, zu den Siegern zählen.

Der Regulierungsdruck hat beim Asset Management eine wichtige Rolle gespielt.

Es werden auch neue Geschäftsmodelle für das Asset Management entwickelt, um den Kunden mehr Flexibilität zu bieten, indem sie mehr Funktionen selbst nutzen.

Anstatt mehrere Tage auf einen Bericht zu warten, können Kunden umgehend auf Informationen zugreifen und maßgeschneiderte Berichte erstellen, die dann ihren Kunden übergeben werden können. Der breitere Digitalisierungstrend in der Finanzdienstleistungs-branche wird sich auf Akteure des Asset Managements wie Fondsentwickler auswirken, da sie als Vermittler zum Endanleger wegfallen. Die Anleger werden direkt mit den Anbietern zu tun haben, die ihnen bei der Verwaltung ihrer Anlagen helfen werden. Die Anleger werden über digitale Plattformen wie Smartphones auf Produkte zugreifen können. Denn die Millennials wollen Apps und sofortige Antworten. Ein weiteres Merkmal dieser Gruppe ist, dass sie Anlagen tätigen und die Auswirkungen dieser Anlage auf wirtschaftliche, soziale und Corporate-Governance-Faktoren (ESG) sehen möchten. Dies wird der Standard werden und die Benchmarks werden die Performance von Ländern und Unternehmen entsprechen messen.

Was steht jetz an?

Da immer mehr FinTech-Unternehmen entstehen, wird auch die Anzahl der Lösungen und Technologien für diese Lösungen ansteigen. Das Schwierige für die Asset Manager ist, die richtigen Lösungen auszuwählen. Die Frage ist auch, was in Zukunft der Standard sein wird. Denn als man sich damals die Frage stellte, ob nun Betamax oder VHS der Standard werden sollte, setzte sich VHS für Videokassetten durch, obwohl Betamax die bessere Technologie war. Einige wichtige Grundsätze gelten für neue Technologien weiter:

  • Hält sie ihre Versprechen?
  • Ist sie einfach zu installieren und zu unterhalten?
  • Welche Rückfalloption habe ich im Fall eines Ausfalls?
  • Kann ich Bezug nehmen?

Einige dieser Lösungen und Technologien werden keinen Erfolg haben, manche werden es jedoch schaffen und der neue Industriestandard werden. Einige Asset Manager werden über ihre gewöhnlichen Beschaffungsprozesse hinaussehen müssen und mehrere Anbieter nutzen, die eine Gesamtlösung für einen Teil ihres Geschäfts bieten. Wie immer muss das Unternehmen jedoch ihre Bedürfnisse und Anforderungen verstehen.

In der Zukunft werden die Asset Manager den Anlegern eine ganzheitlichere Lösung bieten. Anstatt der Spezialisierung auf ein bestimmtes Instrument und somit Kunden wegzuschicken, die etwas Anderes zu ihrem Produktmix hinzufügen möchten, werden Manager mit anderen zusammenarbeiten, um die Anforderungen ihrer Kunden zu erfüllen.

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