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SGSS studie zum globalen investment-management - Abschluss

31/10/2018

Als Fazit dieser Studie, deren Ziel darin bestand, die wichtigsten Trends zu identifizieren, die das Umfeld der Buy-Side im Jahr 2025 prägen, haben sich drei wesentliche Tendenzen herauskristallisiert

Erstens sind große Akteure gut positioniert, um von den wichtigsten Entwicklungen zu profitieren, und sie werden ihren Marktanteil weiter erhöhen, zum Beispiel durch Fusionen, Übernahmen, Gebührenwettbewerb und die Fähigkeit, in neue Strategien und Anlageklassen zu investieren. Folglich werden die Zeiten für mittelgroße Marktteilnehmer ohne Spezialisierung schwieriger werden.

Zweitens spielt nicht nur Größe in diesem neuen Umfeld eine Rolle, und allen ist bewusst, dass die Fähigkeit zur Nutzung neuer Technologien und zur Förderung hochspezialisierter Kompetenzbereiche die zentralen Erfolgsfaktoren sind. In dieser Hinsicht gibt es eindeutig Raum für Datenmanagement-Experten, Befürworter von Robo-Advisors und UX-Spezialisten, aber auch für überzeugungsorientierte Investmentmanager, d. h. Unternehmen mit soliden Geschäftsmodellen, die Leistungsversprechen mit einzigartigen „Tipping Points“ promoten.

Zuletzt betonten alle Befragten das Thema Kundenkenntnis. Durch den Aufbau großer Kundendatenbanken lassen sich Muster identifizieren und Verhaltensweisen vorhersagen. Gleichzeitig erleichtern webbasierte Plattformen den Konsumenten die Suche nach Produkten und deren Vergleich. Außerdem können sie dadurch von anderen Kunden und Dienstleistern lernen. Darüber hinaus bauen sie Schranken zwischen Investmentmanagern und Endkunden ab, insbesondere im Privatkundengeschäft, und ermöglichen Massenmarketing sowie maßgeschneiderte Beziehungen zu Investoren.

Alles in allem hat wahrscheinlich noch niemand eine Patentlösung gefunden, die in diesem herausfordernden und sich ständig verändernden Geschäftsumfeld eine Erfolg versprechende Entwicklung gewährleistet. Sicher ist aber, dass wir gemeinsam die Fäden in der Hand halten. Neben, die richtigen Entscheidungen zu treffen und umzusetzen.

[Translate to Deutsch:]

 84% der Befragten betrachten neue und digitale Technologien als wichtigste Triebkraft ihrer Geschäftsstrategien. An dieser Stelle ist erwähnenswert, dass nur wenige von ihnen bereits genaue Vorstellungen von den Auswirkungen auf ihre Geschäftstätigkeit und von den umzusetzenden Aktionsplänen haben;
 ähnlich hohe Bedeutung (82%) messen sie der regulatorischen Belastung bei, die seit über zehn Jahren einen Einfluss auf ihr Geschäft hat. Zugleich benötigen sie nach wie vor Investitionen und qualifizierte Mitarbeiter und folglich auch die Unterstützung ihrer Geschäftspartner.

Im Gegensatz dazu löst der Brexit bei ihnen kaum Besorgnis aus, was natürlich nicht bedeutet, dass sie keine Veränderungen erwarten, sondern vielmehr, dass sie in der Lage sein werden, sich anzupassen!

Angesichts dieser Herausforderungen zeigt die von unseren Befragungsteilnehmern festgelegte Geschäftsausrichtung, dass die Befragten durchaus bereit sind, ihre Strategien anzupassen und alle Chancen am Markt zu nutzen:

 20% der Asset Manager gaben an, dass sie eine Retail-Vertriebsstrategie haben, die es auszubauen oder einzuführen gilt;
 42% der Befragten wollen ihre Anlagen diversifizieren, wobei sie passiven Anlagen, illiquiden Vermögenswerten und Krediten gegenüber Private Equity/Immobilien Priorität einräumen;
 ESG- und kohlenstofffreie Investments haben sich nachweislich etabliert: 39% der Befragten gaben an, dass solche Anlagen eine entscheidende Rolle in ihren Managementstrategien spielen.

Bei alledem wird natürlich nicht die Rentabilität außer Acht gelassen. Hier werden vor allem zwei Trends hervorgehoben:

 Die Konsolidierung der Märkte gilt bei den Asset Managern als wichtiger Impulsgeber für die aktuellen Entwicklungen: 42% sprachen dieses Thema an, das im Mittelstandssegment logischerweise im Zentrum der Debatten stand;

 Schließlich befürworten 64% der Befragten die Auslagerung operativer Funktionen (Outsourcing) – in diesem Bereich stehen das Middle-Office und das aufsichtsrechtliche Reporting ganz oben auf der Liste.

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