D-View from the top

29/11/2018

Funds Europe talks to Societe Generale Securities Services’s Sarj Panesar about the importance of distribution data (Original Version)

Much has been made of the role of data in today’s economy. It has been dubbed the new oil, black gold and latest great commodity. However it has also been pointed out that data is meaningless unless it can be used to create a valuable outcome.

In the world of fund distribution, data can actually be used to great effect, according to Sarj Panesar, Head of Business Development, Asset Managers, at Societe Generale Securities Services (SGSS).

There has always been a need for asset managers to understand their clients but the technology has not always been there to extract and analyse distribution data and apply it to client behaviour. Now that it is, fund administrators are looking to capitalise.

SGSS has launched D-View, a digital data tool to support asset managers’ distribution plans. There are three main selling points for the service, says Panesar – the insight into clients’ buying and selling behaviour; a benchmark on the success of their product launches; and compliance with new rules and regulatory requirements.

The demands within MiFID II around product governance and ‘know your distributor and client’ rules have been a major change for the asset management industry and a major driver of the increased interest in distribution data-related services.

Helping clients navigate the choppy waters of regulatory requirements across Europe is not entirely new ground for fund distributors and despite the efforts of the EU authorities to create a more harmonised marketplace, via Ucits, the AIFMD and MiFID, some key differences remain when it comes to distributing funds in different domiciles.

MiFID II has taken the regulatory requirements to a whole new level in terms of the demands around transaction data. Plus asset managers have begun expanding their distribution ambitions in recent years, venturing into emerging and frontier markets, and relying on asset servicers for advice.

Die Daten können ohne weiteres integriert werden und bedürfen keiner Neuformatierung. Bei der Datenabfrage läuft der Prozess hierdurch sehr viel reibungsloser ab

Sarj Panesar
Global Head of Business Development, Asset Managers

Das größte Verkaufsargument ist jedoch die Technologie, die hinter D-View steckt, erklärt Panesar. Ganz konkret nutzt D-View die so genannte „Data Lake“-Technologie. Sie speichert und aggregiert große Bestände von Daten, die von Transferstellen aus verschiedenen Ländern stammen.

Die Plattform beruht auf einer offenen Architektur, sodass Daten von anderen externen Parteien – Transferstellen und Vertriebsplattformen – extrahiert werden können. Diese Fähigkeit ist eine Voraussetzung bei jeder Dienstleistung für Asset Manager, die inländische und grenzüberschreitende Fonds anbieten und mit mehreren Transferstellen und Plattformen zusammenarbeiten.

Sie alle brauchen einen umfassenden, ganzheitlichen Überblick über ihren Kundenstamm

Sarj Panesar

Die Plattform D-View beinhaltet außerdem ein individuell anpassbares Dashboard, das Kunden eine konsolidierte Darstellung ihrer Fondsvertriebsdaten in den verschiedenen Domizilen vermittelt. Hinzu kommen flexible Tools, mit denen Daten per Drag&Drop verschoben und Darstellungen nach Bedarf geändert werden können.

Im operativen Bereich gewinnen Dashboards als Konzept immer mehr an Beliebtheit. Der Unterschied bei D-View liegt jedoch im Inhalt, so Panesar. Hierzu gehören Kapitalzu- und -abflüsse, aufgeschlüsselt nach Land, Anlegertyp, Fondstyp und ISIN, ein Vergleich mit dem verwalteten Vermögen, ein Ranking der 10 besten Vertriebsstellen für jeden Fonds und der Zugang zu einer fünfjährigen Datenhistorie.

„Chief Financial Officers zeigen erhebliches Interesse an D-View“, sagt Panesar. „Denn sie sind diejenigen, die Rückübertragungen vereinbaren und Boni zahlen. Größeres Interesse besteht aber auch aufseiten der Vertriebsleiter, die sehen wollen, dass ihre Fonds verkauft werden, bei Marketingleitern, die den Erfolg von Produkteinführungen messen wollen, und Produktleitern, die sich ein klareres Bild von den Anlegern machen wollen, die ihre Fonds kaufen.“

Hinter D-View steht die Philosophie, den größtmöglichen Nutzen aus verfügbaren Daten zu ziehen, erklärt Panesar.

„Hierüber reden wir schon seit mehr als 15 Jahren, möglich geworden ist dies aber erst in den letzten Jahren durch die Technologie.“

Die Plattform befindet sich in der ‚Alpha-One‘-Phase, wie Panesar dies nennt, doch eine Ausweitung auf andere Daten ist bereits vorgesehen. Derzeit sind in der Plattform Daten aus Fonds mit Sitz in Luxemburg, Irland und Deutschland enthalten. Ab 2019 sollen Fonds aus Frankreich, Italien, Großbritannien und der Schweiz folgen.

Vertriebsteams können sich auf diese Weise frühzeitig auf Veränderungen an den Märkten und deren potenziellen Auswirkungen auf Produktentscheidungen von Kunden einstellen.

Sarj Panesar

Außerdem bestehen Pläne, in der nächsten Phase künstliche Intelligenz (KI) stärker einzubinden. KI-Systeme können Managern bei einer Modellierung verschiedener Szenarien für ihre Vertriebsdaten helfen – beispielsweise wenn am Markt die Zinsen unter eine bestimmte Marke fallen oder die Volatilität ein bestimmtes Niveau überschreitet.

Diese KI-Tools und Szenarien können außerdem bei der Product Governance unterstützen. Sie helfen Vertriebsleitern ferner bei einer Abstimmung zwischen den Orten, an denen ein Fonds für den Vertrieb zugelassen ist und an denen er tatsächlich vertrieben wird. Im Falle von Abweichungen, bei denen möglicherweise gegen Product-Governance-Regeln verstoßen wird, können so Warnungen ausgegeben werden.

Dass Asset-Service-Gesellschaften so großes Interesse an der Entwicklung von Diensten zur Analyse von Fondsvertriebsdaten haben, ist keine Überraschung. Bei Asset Managern bestehen hierbei große Erwartungen. Aus dieser Art von Dienstleistung können erhebliche Erträge generiert werden, die für Dienstleister umso attraktiver sind, weil Basisdienste wie Fondsverwahrung und -administration immer weniger einbringen.

Nicht nur im Asset Servicing tätige Banken machen einander Konkurrenz, sondern auch die großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, die Zentralverwahrer und die Transaktionsplattformen, die allesamt die von ihnen bereits erbrachten Dienstleistungen durch Analysen von Fondsvertriebsdaten ergänzen wollen.

Doch, so Panesar, die Data-Lake-Technologie ist im Allgemeinen eher für individuelle Transaktionen als den standardisierten Charakter des Transferstellenprozesses geeignet. Allerdings ist auch er der Ansicht, dass der Markt „reif für das nächste Technologie-Upgrade“ ist.

Unter der Annahme, dass eine solche Aufrüstung erfolgreich vonstattengeht, dürften nicht nur effizientere Transaktionen mit niedrigeren Kosten entstehen, sondern sollte Asset-Service-Gesellschaften auch geholfen werden, umfangreichere Datenbestände und die zugehörigen Analysen zu erstellen.

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