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SGSS studie zum globalen investment-management - Part 3

18/10/2018

Um in diesem herausfordernden Umfeld wettbewerbsfähig zu bleiben und neue Chancen effektiv zu nutzen, ist eine unwesentliche Optimierung der derzeitigen Geschäftsaktivitäten nicht ausreichend.

Und so überrascht es nicht, dass die im Rahmen dieser Studie befragten Buy-Side-Unternehmen zumeist eine umfassende Überarbeitung ihre Geschäftsstrategie und damit ihres Geschäftsmodells eingeleitet haben.

Die Teilnehmer der Studie haben vier Bereiche als die wichtigsten und erfolgsbestimmenden strategischen Faktoren genannt:

  • Für Asset Manager die Vertriebsstrategie, die von neuen Perspektiven durch innovative Technologien profitiert.
  • Selbstverständlich die Diversifikation der Kapitalanlagen, die viele Unternehmen offenbar als unerlässlich für eine nachhaltige Performance und ein ausgewogenes Risiko ansehen.
  • In diesem Zusammenhang ist auch das unaufhaltsame Wachstum von ESG- und kohlenstofffreien Investments zu nennen, die sich immer mehr durchsetzen.
  • Schließlich ist auch die Konsolidierung ein zentraler Aspekt.

Taking all these factors into account paints a picture of a very different buy-side industry in 5 years’ time compared with the current one.

And in fact the story has already begun!

Vertrieb im Asset-Management

Grenzen überwinden

Wir wollen unser Privatkundengeschäft ausbauen und stellen dazu Vertriebsmitarbeiter ein. Wir haben uns hohe Ziele für Kapitalzuflüsse gesetzt.

Basierend auf dem Einsatz digitaler Tools und künstlicher Intelligenz erwähnten 37% der Asset Manager den Privatkundenvertrieb in ihrer Entwicklungsstrategie. Die engagiertesten Akteure (größere AMs) wollen Robo-Advisors und Internet-Plattformen nutzen und erwägen sogar die Übernahme eines bestehenden Asset Managers. Für kleinere Asset Manager ist dies angesichts des Volumens der Anlagen und der regulatorischen Bürden keine Option.

Abgesehen von den größten Akteuren, deren Strategie bereits global ausgerichtet ist, haben 36% der mittelgroßen und kleinen Asset Manager geografische Expansionsprojekte ausgearbeitet, die jedoch oft eher vage bleiben (international, Europa, Skandinavien, Asien). Europa, Spanien, Italien (jeweils 25%) und die Schweiz (15%) sind die am häufigsten genannten Länder.

Die Asset Manager haben zwei wesentliche Handlungsschwerpunkte identifiziert, um ihre Vertriebsstrategie zu fördern:

  • 41% von ihnen setzen auf Kooperation. 52% dieser Gruppe streben eine Kooperation mit Vertriebspartnern an, 19% eine Kooperation mit anderen AMs (kleine AMs oder AMs ähnlicher Größe, oder mit dem Ziel einer Übernahme); erwähnenswert ist, dass 14% explizit angaben, keine Kooperationsabsichten zu haben, um Kundenverluste zu verhindern, und die übrigen Befragten wollen Vertriebspartnerschaften innerhalb ihrer Gruppe aufbauen.
  • 25% wollen die Kenntnisse über die Kundenbedürfnisse verbessern. Diese Gruppe umfasst ausschließlich große Asset Manager mit einem eigenen Marketingteam und französische AMs, die aufgrund des lokalen CSD-Vertriebsmodells mangelnde Informationen über ihre Endinvestoren haben.

Diversifikation der Anlagen

Ein Weg zur Erzielung von Erträgen und Wachstum

Die Diversifikation von Kapitalanlagen ist elementar. Ziel ist ein Anteil alternativer Anlagen von 20 bis 30%.

Diversifikation ist die beste Methode zur Ausbalancierung eines Performancemodells, aber auch zur Nutzung der dynamischsten Fundamentaldaten.

PE-/RE-Manager legen besonders viel Wert auf die Diversifikation ihrer Anlagestrategien:

  • 30% prüfen Anlagen in notleidende Kredite, den sozialen Wohnungsbau oder Mietkonzepte.
  • 30% spezialisieren sich auf neue Sektoren (Kunst, Holz, Digitalwirtschaft, Mode, Tourismus, Luftfahrt, Infrastruktur und erneuerbare Energien)..

Institutionelle Investoren und Asset Manager setzen gleichermaßen auf zwei Konzepte:

  • Investments in alternative Anlagen, einschließlich Kredit-, Private-Equity- und Immobilienfonds
  • Erhöhung des ETF-Anteils an ihren Portfolios oder Ausbau des ETF-Angebots

Gleichwohl spielt Diversifikation nur bei mittelgroßen und großen Asset Managern eine Rolle. Für kleinere Akteure gestaltet sich die Förderung neuer Spezialisierungen oder die Einführung neuer Geschäftsaktivitäten nach wie vor schwierig oder kostenaufwändig.

ESG-Investments werden nicht als Diversifikation angesehen (siehe nächste Seite).

ESG-Strategien

Umwelt, Soziales und Governance: Wie hoch ist das Engagement?

Nachhaltige Investments sind vorgeschrieben [...]; echte Standards fehlen allerdings noch. Der Markt braucht pragmatische Lösungen.

ESG-Kriterien sind ein wichtiger Bestandteil der Strategien aller französischen PE-/RE-Manager, und angesichts der Tatsache, dass Frankreich den fortschrittlichsten Regulierungsrahmen in diesem Bereich besitzt, ist dies nicht verwunderlich. Die Strategien der Befragten reichen von einer strengen Kontrolle mit Unterstützung von Beratungsunternehmen bis hin zu einem vollständigen nach BREEAM* zertifizierten Immobilienbestand. Im Gegensatz dazu wird Italien wegen des geringeren Interesses inländischer Investoren und der niedrigeren Zahl von Vorschriften in Europa als Nachzügler in Sachen ESG angesehen.

Bei den Asset Managern und Institutionellen Investoren, signalisierten einige der Befragten (30%) ein sehr hohes Engagement. Sie streben damit ganz offensichtlich eine führende Rolle in diesem Segment an.

Sie berücksichtigen, dass Werte im neuen Anlegerumfeld eine Rolle spielen und zur Ertragssteigerung beitragen, weil Kunden zusätzlich zur finanziellen Performance Wert darauf legen, dass Anlagen einen Sinn bzw. eine Bedeutung haben.

Knapp die Hälfte der befragten Institutionellen Investoren verfolgen einen ESG-Ansatz - die meisten sind „opportunistische“ und „beginnende“ Akteure.

Es besteht kaum ein Zweifel, dass der Marktanteil von SRI-Strategien weiterwachsen wird, da sie sich sowohl bei Investoren (Privatanleger und institutionelle Investoren) als auch bei großen Marktteilnehmern etablieren.

 

* BREEAM ist eine anerkannte Methode zur Bewertung der Nachhaltigkeit von Gebäuden, einschließlich Verwaltung, Energie, Gesundheit, Transport, Wasser, Grundstoffe, Landnutzung, Abfall und Verschmutzung.

Marktkonsolidierung

… schreitet immer schneller voran

Es gibt eine Tendenz zu zwei Extremen mit wenig Platz für mittelgroße Akteure. Akteure, denen die kritische Größe fehlt, werden vom Markt verschwinden.

Viele Asset Manager haben bemerkt, dass die kritische Größe in den letzten Jahren gestiegen ist. Aus Sicht mehrerer Befragten liegt das Marktziel bei einem verwalteten Vermögen von 1 Billion Euro. Am Markt besteht daher die dringende Notwendigkeit einer Konsolidierung.

PE-/RE-Manager streben ebenfalls eine Steigerung der kritischen Größe an, wobei die Untergrenze für einige von ihnen bei 2 Milliarden Euro liegt. Um von Institutionellen Investoren ausgewählt zu werden, werden 5 Milliarden Euro vorausgesetzt.

Institutionelle Investoren sind keinesfalls gegen diese Konsolidierungstendenz immun, auch wenn unsere Befragungsteilnehmer sie nicht ansprachen.

36% der Befragten erwägen eine „weiche“ Konsolidierung durch Partnerschaften mit Peers.

In jedem Fall stellt sich die Frage, ob sich mit dieser Möglichkeit das Ziel erfüllen ließe, den vollen Nutzen aus der Konsolidierung zu ziehen, zum Beispiel im Hinblick auf Skaleneffekte und Flexibilität zur Einstellung auf die Kundenanforderungen.

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